Intersexuelle sind die Blumen dieser Gesellschaft.

#1 von Gerda , 28.07.2012 15:10

Intersexuelle begegnen immer noch dem Unverständnis und Achselzucken dieser Gesellschaft.
Selbst von uns Schwulen und Lesben kommt oft nur ein Augenbrauenzwinckern.
INTERSEXUELLE

Intersexuelle werden immer noch missachtet.

In der Vergangenheit wurden die Intersexuellen vom unmenschlichen NAZI-Regim, zusammen mit uns Schwulen, als Schwule mit dem Rosa Winkel gekennzeichnet und umgebracht. Was interessierten in dieser homophoben Schreckensherrschaft schon feine Gefühle.

Nach dem Kriege war an eine Aufklärung nicht zu denken, hatten wir Schwulen von Intersexualität noch nie etwas gehört. Wie auch: Unseren Eltern mussten wir verheimlichen, dass wir schwul sind und der § 175 drangsalierte uns mit Polizei und Gummiknüppeln. Der § 175 wurde übrigens erst ganz in den 1990Jahren abgeschafft, und nicht in den 1960er Jahren, wie manche Zeitgenossen so gerne triumphierend berichtigten.

Es ist Zeit, die Intersexualität zu würdigen und darüber zu informieren. Wir Schwulen und Lesben haben da einen ernormen Nachholbedarf, auch ich.

Hier einige Anlaufstellen:
TransInterQueer e.V. ist wohl für die erste Schritte der Betroffenen geeignet: http://www.transinterqueer.org
Offizieller: Deutsche Gesellschaft für Transsexualität und Intersexualität (dgti)

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Hier einige Adressen und Infos zur Lebensform Intersexualität

#2 von Gerda , 28.07.2012 15:22


Lebensformen > Intersexuelle
Informationen zu Intersexualität


Das x-te Geschlecht: Ist die Geschlechtsregistrierung überholt? Ulrike Klöppel in Jungle-World Nr. 43, 27. Oktober 2011
Intersexuelle Menschen e.V./ Humboldt Law Clinic Berlin (2011): Parallelbericht zum 5. Staatenabkommen der BRD zum Übereinkommen gegen Folter und andere grausame,unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe /CAT
Jenseits des Geschlechts: Menschenrechte Intersexueller gewährleisten. Fakten zum Thema Intersexualität von Bündnis 90/Die Grünen
LSVD: Menschenrechte von Intersexuellen schützen
Beschluss des LSVD Verbandstages 2009

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Christina Schenk und der Fraktion der PDS – Drucksache 14/5627
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Barbara Höll, Karin Binder, Katja Kipping, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 16/4786
Schattenbericht zum 6. Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau (CEDAW), erstellt vom Intersexuelle Menschen e. V. / XY-Frauen (PDF)
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Barbara Höll, Dr. Kirsten Tackmann und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 16/12769

Selbsthilfegruppen und Netzwerke

TrIQ (www.transinterqueer.org)
Deutsche Gesellschaft für Transsexualität und Intersexualität (dgti)
Intersexuelle Menschen e.V.
IVIM / OII-Germany
xy-frauen.de
Arbeitsgruppe Ethik im Netzwerk Intersexualität "Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung": Ethische Grundsätze und Empfehlungen bei DSD: Therapeutischer Umgang mit Besonderheiten der
Geschlechtsentwicklung/Intersexualität bei Kindern und Jugendlichen

Literatur

Zeit online vom 06.02.2009: Intersexualität Zwischen den Geschlechtern
Sauer, Arn & Heckemeyer, Karolin (2011): Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität in der internationalen Menschenrechts- und Entwicklungszusammenarbeit, in: Peripherie – Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt, 121(1), S. 55-72.

© Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) e.V.

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So können Intersexuelle auch gequält werden: Der Fall "Alex". Unsensibel: Tätige des Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

#3 von gerd , 28.07.2012 15:47

KUNDGEBUNG für „Alex“
am 18. April 2012 um 14:00 Uhr
vor dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
Kirchstr. 1/3, 14163 Berlin

Anfahrt: S1 Zehlendorf
Jugendämter in die Schranken weisen -
Geschlechtsnormierung stoppen !
Für eine selbstbestimmte medizinische Versorgung !
Das Jugendamt Steglitz-Zehlendorf stützt diejenige Ergänzungspflegerin, die Alex‘
Geschlechtsdentität nicht anerkennt: So wurde versucht, Alex von ihrer Mutter zu trennen
und sie in eine Pflegefamilie zu geben; kompetente Therapeuten und Ärzte wurden abgelehnt,
sowie mit Zwangspsychiatrisierung gedroht.
Ursprünglich hatte sich Alex‘ Mutter in der Hoffnung auf Unterstützung an das Jugendamt
gewandt - stattdessen erleben sie und ihre Tochter nun Drohung und Zurechtweisung.
Die derzeitige Situation stellt eine Belastung für Alex dar - die Bevormundung durch
Behörden und Medizin muss aufhören!
Wir fordern das Jugendamt auf, dafür zu sorgen, dass Alex‘ bei ihrer Mutter bleiben kann!
Wir fordern kompetente und selbstgewählte Versorgung, sowie Unterstützung der Mutter!
Die zugewiesene Pflegerin muss abgesetzt werden!
Rückgabe des Gesundheitsfürsorgerechts an die Mutter!
Übrigens:
Das Jugendamt, bzw die Pflegerin verstossen gegen Standards des Berliner Senats, die
Diskriminierungsfreiheit und Diversity (=Vielfalt) im Umgang mit Trans*, Queer, Lesben und
Schwulen beanspruchen.
Ausserdem widerspricht das Verhalten auch internationalen Kinderrechtskonventionen, die
Deutschland mitunterzeichnet hat.
Hintergründe:
Alex ist 12 und lebt als Mädchen - entgegen dem ihrem bei der Geburt zugewiesenem
Geschlecht. Ihre Mutter unterstützt sie in ihrem Leben in dem gefühlten Geschlecht.
Der Vater hingegen kann Alex’ Leben als Mädchen nicht akzeptieren und behauptet, die
Mutter hätte der Tochter alles nur eingeredet.
Im Zuge des Sorgerechtsstreits zwischen den Eltern wurde Alex’ Mutter das
Gesundheitsfürsorgerecht entzogen und dem Kind eine Ergänzungspflegerin durch das
Amtsgericht zugewiesen. Diese Pflegerin verfolgt das Interesse, Alex in das Geschlecht ihres
Geburtseintrags zu zwingen - was nicht funktioniert und die Betroffenen traumatisiert!
Kürzlich entschied das Gericht wieder gegen die Mutter und das Kind. Darin wurde der
Mutter unter anderem die nicht vorhandene Kooperationsbereitschaft zur
Ergänzungspflegerin vorgeworfen, sowie dem Kind die Geschlechtsidentität eingeredet zu
haben. Geforderte Ergänzungsgutachten zur Entlastung der Mutter wurden vom Gericht
abgelehnt.

Quelle: htpp://www.transinterqueer.org

 
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