Filmfestival der Menschenrechte  2.-9. Oktober 2013 in Nürnberg

#1 von gerd , 13.08.2013 18:31

Filmfestival der Menschenrechte Oktober 2013



NIHRFF ist ein thematisches Filmfestival. Es ist das erste in Deutschland, das sich dem Thema Menschenrechte widmet. NIHRFF ist das Forum für hervorragende Spielfilme, Dokumentar- und Animationsfilme, die Menschenrechtsthemen berücksichtigen.


NIHRFF ist ein Fenster zur Welt, das in Nürnberg, in dem engagierten Umfeld der „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“, ein hochwertiges internationales Programm präsentiert.[/b]

NIHRFF findet in zweijährigem Turnus im Monat Oktober anschließend an die Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises statt. Im Jahr 2011 wird ihn Hollman Morris erhalten, der mit bewundernswertem Mut und unter hohem persönlichen Risiko die Opfer des schrecklichen bewaffneten Konflikts in seinem Heimatland Kolumbien sichtbar macht und ihnen in seinen Fernsehsendungen eine Stimme gibt. Zudem tragen seine journalistischen Recherchen dazu bei, dass schreckliche Menschenrechtsverletzungen nicht straflos bleiben. Ihm zu Ehren präsentiert NIHRFF eine Sonderreihe mit Filmen aus/über Kolumbien.
NIHRFF: EIN MITTLER ZWISCHEN DEN KULTUREN

Die Anerkennung der Rechte und der Würde des Menschen bildet die Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt. In diesem Sinne soll NIHRFF zum gegenseitigen Verständnis beitragen, Toleranz und Freundschaft zwischen den Völkern und allen ethnischen oder religiösen Gruppen fördern. Hier erhebt das Festival internationalen Anspruch, ergreift jenseits aller religiösen, politischen und kulturellen Schranken Partei gegen Versuche, Menschen zu „Menschen zweiter Klasse“ zu machen. NIHRFF erstrebt eine Stärkung der Menschenwürde, der Humanität und Solidarität und fördert das gegenseitige Verständnis sowie eine wechselseitige Kommunikation. NIHRFF unterstützt den Gedanken der Völkerverständigung und der individuellen Verantwortung gerade zu Zeiten der Globalisierung und der Religionskonflikte. Ziel ist es, durch das Medium Film breiteren Bevölkerungsschichten das Thema Menschenrechte näher zu bringen.

NIHRFF will deshalb einen möglichst genauen Blick auf aktuelle Entwicklungen in den Kulturen der Welt werfen. Wissen fördert Abstraktionsvermögen und Interesse. Erst wenn man sich „ein Bild machen kann“, beginnt man, sich für etwas Anderes als die eigene unmittelbare Umgebung zu interessieren und „das Fremde“, d.h. andere Menschen und ihre kulturellen, politischen und sozialen Zusammenhänge zu verstehen. Aus dieser Information übereinander soll schließlich Kommunikation miteinander erwachsen.
DEMOKRATIE UND MENSCHENRECHTE

NIHRFF vermittelt Einsichten in die grundlegenden Menschenrechte und Werte, auf denen unsere Gesellschaften basieren. Das Festival unterstützt die Menschenrechtsbildung und die lokale und globale Verantwortung eines jeden Einzelnen. Der Film ist als außerordentlich kraftvolles und universelles Medium in der Lage, das Thema Menschenrechte und andere wichtige globale Fragen zu veranschaulichen, die sonst oft als zu abstrakt empfunden werden.

NIHRFF stellt deshalb Filme in den Mittelpunkt, die zur Überprüfung eigener Positionen und zur Wahrnehmung mitmenschlicher Verantwortung beitragen. Sie reflektieren die Vergangenheit, informieren über die Gegenwart, machen Probleme sichtbar, werfen Fragen auf und legen Zeugnis von sozialen und politischen Entwicklungen ab. Die Filme verbinden eine hohe künstlerische Qualität mit einem Engagement für den Menschen ohne ideologischen Überbau.

NIHRFF
- verbildlicht die Werte, auf die sich die Demokratie gründet
- informiert über die Lage der Menschenrechte im In- und Ausland
- hinterfragt politische, ökonomische und kulturelle Ursachen von Menschenrechtsverletzungen
- leistet menschenrechtsbezogene Bildungsarbeit
- trägt zu einer aufgeklärten Öffentlichkeit in Deutschland bei
- arbeitet international und tauscht sich mit anderen vergleichbaren Einrichtungen im Ausland aus
- macht Menschenrechte populär und trägt zu einer toleranteren Gesellschaft bei, die kulturelle, ethnische und andere Unterschiede als Bereicherung versteht
PROGRAMMSTRUKTUR

Das Hauptprogramm, das „Internationale Forum“, wirft einen Blick auf gegenwärtige Tendenzen und Entwicklungen in den Kulturen der Welt. Die ausgewählten Filme berichten, unter welchen Bedingungen die Menschen im angehenden 21. Jahrhundert leben. Etwa zehn Filme nehmen teil am internationalen Wettbewerb um den „Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte“. Sie werden von einem Auswahlkomitee bestimmt, das sich aus dem Team des Festivals rekrutiert.

Des Weiteren gibt es begleitende Reihen, die das Werk eines bekannten Regisseurs vorstellen, einen aktuellen thematischen Bereich vertiefen oder über die Situation in einem ausgewählten Land informieren.


Der unterschiedliche filmische Umgang mit den Themen öffnet das Festival für Filme jeder Art: Der Dokumentarfilm nimmt dabei den größten Raum ein, ebenso vertreten in den Programmen sind aber auch Spiel- und Animationsfilme. Neben neuesten Produktionen aus aller Welt und Vorpremieren von demnächst im Kino anlaufenden Filmen präsentiert das Festival auch filmgeschichtlich bedeutsame Werke.
OPEN EYES - JUGENDBILDUNG

Dem Medium Film kommt eine Vorbildfunktion zu. Über die Geschichten, die die ausgewählten Filme erzählen, werden gerade junge Menschen zur Auseinandersetzung mit den Menschenrechten, der Menschenwürde und fremden Kulturen angeregt.


NIHRFF weckt Offenheit, sensibilisiert für die Situation von Minderheiten und will so einer unterschwelligen Verherrlichung von Gewalt, die in unseren Massenmedien erschreckend präsent ist, entgegentreten. Es vermittelt der jungen Generation Wertvorstellungen und Sichtweisen von der Welt und dient zukunftsorientiert einem gelebten toleranten Miteinander. Neben dem normalen Festivalbetrieb bietet NIHRFF deshalb speziell für Jugendliche die folgenden Schwerpunkte an:

Schulvorstellungen richten sich gezielt an Jugendliche, um Orientierung und Einblicke zu bieten. Die Festivalvormittage bieten Vorstellungen mit jeweils einer Einführung in das Thema und einem Diskussionsangebot für die Schulklassen der Mittel- und Oberstufe. In nur einer Woche verfolgen so im Durchschnitt 1500 Schülerinnen und Schüler das Programm.

Darauf aufbauend entwickelt NIHRFF mit seinen Kollegen vom Prager One World Film Festival ein gemeinsames Schulprojekt, das das Thema Menschenrechte länderübergreifend in die Schulen in Tschechien und Deutschland bringen soll. In diesem Rahmen werden Filme zum Thema auf den beiden Festivals präsentiert sowie interessierten Schulen zur Verfügung gestellt. Weitere Länder sollen in Zukunft in das Projekt einbezogen werden.
NIHRFF: EIN FORUM FÜR EINE ENGAGIERTE FILMKULTUR

Unabhängig von der Größe der Produktion und ihrer Beachtung in der Öffentlichkeit will NIHRFF seinen Beitrag dazu leisten, Filme zu fördern, die formale Qualität mit humanem Denken und sozialem Engagement verbinden. Der Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte soll neben seinem symbolischen Wert mit dem Preisgeld in Höhe von 2.500.- Euro dazu beitragen, dass weiterhin solche Filme entstehen. Wir wollen Filmschaffende ermutigen, weiter zu erzählen, und das Publikum bewegen, seine Augen nicht zu verschließen. Der Preis wird von einer internationalen Jury an einen Film verliehen, der auf besondere Art und Weise dem Gedanken des Festivals gerecht wird.

Für das Festival zählt der einzelne Film nicht nur als Ware der Industrie, hergestellt zum Zwecke der Unterhaltung und der Erwirtschaftung von Profiten, sondern als künstlerisches Produkt und als Teil eines Prozesses von Kommunikation.
PERSPECTIVA ARS

NIHRFF erlaubt die Darstellung des Raumes auf einer ebenen Fläche mit räumlicher Wirkung. Im Film drückt sie die Stellung der Kamera zur aufgenommen Szene aus. perspectiva ars bezeichnet die hindurchblickende Kunst. Wir assoziieren: Transparenz, über etwas hinausweisendes. Unsere Perspektive sind die Menschenrechte und die grundlegenden Werte, die unsere offenen, demokratischen und verantwortlichen Gesellschaften ausmachen. Unsere Perspektive vereint inhaltliche Sichtweise und technische Einstellung.
VERANSTALTUNGSORTE

Das Künstlerhaus mit Filmhaus und Kulturzentrum K4 ist das zentral in der Stadt gelegene Festivalzentrum. Es bietet ideale räumliche und infrastrukturelle Voraussetzungen mit drei Vorführsälen, Gäste- und Presseservice, einer Videothek mit über über 2000 Titeln zum Thema, zwei Ausstellungsflächen und Seminarräumen.

Ein weiterer Spielort ist das Multiplexkino CineCittà, das Vorpremieren aktueller populärer Menschenrechtsfilme zeigt.
DER FESTIVALORT: NÜRNBERG

Der Name Nürnbergs ist untrennbar verbunden mit der besonderen Rolle, die die Stadt während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft inne hatte. Nürnberg war die „Stadt der Reichsparteitage“, hier wurden die menschenverachtenden Rassengesetze verkündet, die die jüdische Bevölkerung ihrer staatsbürgerlichen Rechte beraubten und den Weg in den Holocaust ebneten. Nürnberg war aber auch Schauplatz des Internationalen Militärgerichtshofs und steht damit symbolhaft für die Ahndung der NS-Verbrechen durch die alliierten Siegermächte.

Nürnbergs Geschichte im 20. Jahrhundert ist Auftrag für eine Selbstverpflichtung, die über die Beschäftigung mit den historischen Fakten hinausreichen und Signale in die Zukunft setzen muss. Die Stadt Nürnberg engagiert sich deshalb besonders in der Friedens- und Menschenrechtserziehung. Die Straße der Menschenrechte, die Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises und andere Veranstaltungen künden vom Willen der Stadt, für Frieden, Versöhnung und Achtung der Menschenrechte einzutreten. Am 8. Dezember 2000 erhielt die Stadt Nürnberg dafür den UNESCO-Preis für Menschenrechtserziehung. Nürnberg ist darüber hinaus Mitglied des Netzwerks „Europäische Konferenz Städte für die Menschenrechte“ und an der Ausarbeitung der „Europäischen Charta für den Schutz der Menschenrechte in der Stadt“ beteiligt.
NIHRFF bringt wichtige Bausteine ein, um die Stadt Nürnberg weiter auf ihrem Weg hin zur „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“ zu unterstützen. So hob beispielsweise die UNESCO in ihrer Würdigung für Nürnberg als Empfängerin des UNESCO-Preises für Menschenrechtserziehung das Filmfestival besonders hervor.
INTERNATIONALER NÜRNBERGER MENSCHENRECHTSPREIS

Als besonders dialogfördernd und bereichernd erweist sich die Verbindung des Filmfestivals zum Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg. Am 25. September 2011 verleiht die Stadt Nürnberg den 9. Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis an Hollman Morris, der mit bewundernswertem Mut und unter hohem persönlichen Risiko die Opfer des schrecklichen bewaffneten Konflikts in seinem Heimatland Kolumbien sichtbar macht und ihnen in seinen Fernsehsendungen eine Stimme gibt. Zudem tragen seine journalistischen Recherchen dazu bei, dass schreckliche Menschenrechtsverletzungen nicht straflos bleiben. Aus diesem Anlass sind bereits viele Menschen in der Stadt, die sich aktiv mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzen. Nürnberg kann so zu einem Ort werden, an dem das Nachdenken über notwendige Veränderungen vorankommt: Ein Ort der Begegnung und der Debatte

Kontakt und Impressum

Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, bitten wir Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Internationale Filmtage der Menschenrechte e. V.
c/o Filmhaus
Königstraße 93, 90402 Nürnberg
Telefon: +49 911 231 83 29
Telefax: +49 911 231 83 30
E-Mail: team(at)filmfestival-der-menschenrechte.de


Menschenrechtspreisträgerin dabei

Auch die Trägerin des Nürnberger Menschenrechtspreises Kasha Jacqueline Nabagesera wird persönlich anwesend sein. Der Schwerpunkt zum Thema Homosexualität ist der engagierten Kämpferin für die Rechte von Schwulen und Lesben aus Uganda gewidmet.

Angefügte Bilder:
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gerd
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