Carolus Magnus

Überarbeitete Zweitausgabe Juli 2013 endlich erschienen
Rezension Erstausgabe 2005
"Eine Euregio aus der Vogelperspektive"
"Die Euregio Maas-Rhein blickt auf eine lange "europäische" Geschichte zurück und ist nicht nur eine der ältesten Euregios in Europa überhaupt sondern wird gemeinhin auch als Mini-EU bzw. als EU-Labor bezeichnet. Tatsachen, die eigentlich garant sein sollten für eine gewachsene Gemeinschaft und ein informiertes Miteinander in diesem einzigartigen Stückchen Europas. Doch als die im niederländischen Vlissingen geborene Johanna Kamermans, Jahrgang 1938, vor einigen Jahren von Berlin nach Maastricht übersiedelte, musste sie feststellen, dass die Wirklichkeit dort oft ganz anders aussah. Trotz der seit des Schenger Abkommens von 1985 offenen EU-Grenzen waren die euregionalen "Grenzen in den Köpfen" keineswegs eingerissen: Vorurteile und Vorbehalte gingen zusammen mit Desinteresse und vor allem Unwissenheit über Geschichte und Gegenwart der Euregio Maas-Rhein und deren Bewohner. Eine erstaunliche Klischeebildung und eine hartnäckige "Mauer in den Köpfen" beherrschten das grenzüberschreitende Zusammenleben in diesem "Mini-Europa"-Kosmos: Maastrichter, Limburger, Flamen, Wallonen, DG-Belgier und Rheinländer lebten bzw. leben hier noch immer mehr oder weniger "zusammen apart"
In diesem einzigartigen Buch (ein solches Buch gab es bisher noch nicht) geht Johanna Kamermans ausführlich ein auf diese Widersprüche und bietet auf 330 Seiten ein spannendes Panorama von Geschichte und Gegenwart der Euregio Maas-Rhein. Diese eher wirtschaftlich-geografisch angelegte Euregio wurde von ihr allerdings dazu in die kultur-historisch
orientierte "Euregio Carolus Magnus" umbenannt - sozusagen als Reminiszenz an den ersten grossen "Europäer" Karl den Grossen, der - salopp ausgedrückt - "in Lüttich geboren wurde, in Aachen regierte und in Maastricht zur Kirche ging.." - deswegen auch der Titelzusatz "Grenzen in Fluss rundum das Städtedreieck Maastricht-Aachen-Lüttich"
Nicht nur Grenzen überschreitend sondern vor allem Zeiträume übergreifend wird im Buch ein vielfältiges Bild der Euregio-Geschichte entworfen: Die vielen "Gucklöcher in die Vergangenheit", aufgemacht mit viel Neugierde und durchaus kritischem Entdeckergeist, zegen eine nicht zuletzt von persönlichen Erfahrungen der Autorin geprägten Sicht auf diesen herausragenden "Mini-Europa"-Kosmos voller wissenswerter historischer und vor allem kurioser Gegebenheiten. In insgesamt 33 Kapiteln ist derart eine wahre Fundgrube entstanden für alle, die den Europa-Gedanken von einer ganz anderen, neuartigen Seite kennenlernen möchten. Mit vielen Abbildungen versehen, lädt diese Buch auf den Spuren Karls des Grossen ein ganz besondere Städte, Landschaften, Sehenswürdigkeiten und Menschen in der Euregio Carolus Magnus kennenzulernen oder vor Ort zu entdecken - als seine unentwegten (europäischen) Enkel sozusagen".
Johanna ist auch in ihrem Facebook erreichbar : https://www.facebook.com/johanna.kamermans