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LSBTTIQ steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen
Nur drei Jahre nach der Einführung von Lebenspartnerschaften hat die katholisch geprägte Insel die komplette Gleichstellung homosexueller Paare beschlossen. Ein wenig ist es wohl in unserem Freudentaumel über die „Ehe für Alle“ untergegangen: Die Gleichstellung aller Menschen geht in Europa weiter. Das maltesische Einkammern-Parlament hat letzte Woche in dritter und letzter Lesung für die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare gestimmt. Der seit 2013 amtierende Premierminister Joseph Muscat hatte die Ehe für alle nach der gewonnenen Parlamentswahl Anfang Juni als Priorität seiner Regierung behandelt und eine Umsetzung noch vor der Sommerpause versprochen. Auch die einzige andere im Parlament vertretene Oppositinspartei, die zur christdemokratischen Europäischen Volkspartei gehörenden Nationalisten, hatten vorab eine Zustimmung versprochen. Vor dem Parlament hatten am Dienstag 100 bis 150 überwiegend christlich motivierte Menschen gegen die Ehe-Öffnung demonstriert. Sie forderten auf Plakaten eine freie Gewissensabstimmung und die Beibehaltung von Begriffen wie Vater und Mutter. Ein Sprecher sagte, die Initiative sei ein “Angriff auf die traditionelle Ehe” aus “Mann, Frau, Kind und Gott”. Ein monatelanges Dauerfeuer gegen die Ehe-Öffnung war von der Katholischen Kirche gekommen. Bis 1973 standen homosexuelle Handlungen auf der Insel noch unter Strafe. Scheidung war bis 2011 illegal, Abtreibung ist es immer noch. 2016 gab es erstmals mehr Eheeintragungen auf Standesämtern als in Kirchen. In den letzten Jahren hatte sich das Land im Ranking von ILGA Europe an die Spitze der LGBTI-freundlichsten Länder in Europa gesetzt, u.a. bietet die Insel inzwischen eines der fortschrittlichsten Transsexuellengesetze der Welt und ein komplettes – und einstimmg beschlossenes – Verbot von “Therapien” zur “Heilung” von Lesben und Schwulen.