Die US-amerikanische LGBT-Organisation ‘GLAAD’ vergibt alljährlich die ‘GLAAD Media Awards’, um Personen zu würdigen, die sich in den Medien für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen einsetzen. Heuer findet die Verleihung der Preise zum 24. Mal in Los Angeles statt. Am 20. April wird der ehemalige US-Präsident Bill Clinton in einer neu eingeführten Kategorie mit dem ‘Advocate for Change Award’ ausgezeichnet werden. Die Auszeichnung ist nicht unumstitten, denn war es Bill Clinton der in seiner Amtszeit als US-Präsident Gesetze erlassen hat, die die Rechte von Lesben und Schwulen beschnitten haben und noch immer beschneiden.
Am 20. April 2013 werden in Los Angeles, im US-Bundesstaat Kalifornien zum 24. Mal die “GLAAD Media Awards” vergeben werden. Das zweite Event findet dann am 11. Mai 2013 in San Francisco statt. Bei der Gala am 20. April in LA wird erstmals der “Advocate for Change Award” vergeben werden.
Bill Clinton erhält “Advocate for Change Award”
Bei er GLAAD Gala in Los Angeles am 20. April wird auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton anwesend sein, um dem ihm zugesprochenen Preis persönlich in Empfang zu nehmen. Bei der erstmaligen Vergabe erhält Clinton den “Advocate for Change Award”.
Die Verleihung an Bill Clinton ist nicht gänzlich unumstritten, hat er doch in seiner Amtszeit als US-Präsident Gesetze unterzeichnet, die Lesben- und Schwulenrechte beschnitten haben und teilweise noch immer massiv beschneiden.
Dennoch erklärt Wilson Cruz von GLAAD – nachdem Clinton in den vergangenen Jahren eine starke Stimme für LGBT-Rechte war – in der Begründung:
“Präsident Clintons Untersützung für die LGBT-Community und die Anerkennung, dass DOMA, der sogenannte ‘Defense Of Marriage Act’, verfassungswidrig ist, sollten zeigen, dass die politische Landschaft sich zum Guten der Gleichstellung von LGBTs weiter ändert. FührerInnen und Verbündete wie Präsident Clinton sind entscheidend für unsere Bewegung für Gleichheit.”
Weiters begründet GLAAD die Auszeichnung von Bill Clinton damit, dass er während seiner Amtszeit erstmals offen homosexuelle MitarbeiterInnen in seinen Regierungsstab ernannt hat, wie beispielsweise auch James Hormel, der erste offen schwule Botschafter der USA. Weiters hat sich Clinton massiv für die Bekämfpung von HIV/Aids eingesetzt – ein Engagement, das Bill Clinton auch heute noch fortsetzt und so beinahe schon traditionell zum “Life Ball”, Europas größten Aids-Charity-Ball, nach Wien kommt.
Auch warb Clinton im Jahr 2011 für die Ehe-Öffnung im Bundesstaat New York, welche letztlich erfolgreich war (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Erstmals hat sich Bill Clinton im Jahr 2009 für das Eherecht für Lesben und Schwule ausgesprochen.
Bill Clinton unterzeichnete “Defense Of Marriage Act” und “Don’t Ask Don’t Tell”
So sehr sich Clinton heute für die Rechte von Lesben und Schwule einsetzt und beispielsweise kurz vor der ersten Anhörung zum “Defense Of Marriage Act” vor dem “US Supreme Court” (thinkoutsideyourbox.net berichtete) in einem offenen Brief für die Aufhebung von DOMA eingetreten ist, weil das Gesetz selbst diskrimnierend ist (thinkoutsideyourbox.net berichtete), hat er während seiner Amtszeit von 1993 bis 2001 Gesetze erlassen, die Lesben und Schwule diskriminieren.
Auf der einen Seite eben den “Defense Of Marriage Act”, der die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert und es Bundesbehörden verbietet, gleichgeschlechtliche Paare anzuerkennen und der anderen Seite hat er auch die “Don’t Ask Don’t Tell”-Regelung erlassen.
Dieses Gesetz sieht vor, dass im US-Militär Lesben und Schwule nur dann dienen dürfen, wenn diese ihre sexuelle Orientierung verheimlichen, andernfalls würden sie unehrenhaft aus der US-Armee entlassen werden. Aufgrund dieses Gesetzes wurden bis zur Abschaffung durch den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama im Herbst 2011 (thinkoutsideyourbox.net berichtete) ca. 14.000 SoldatInnen aus der Armee entlassen.
Clinton-Familie für Ehe-Öffnung
Nachdem bereits im Jahr 2009 Bill Clinton seine Haltung zum Eherecht für Lesben und Schwule änderte, auch der amtierende demokratische Präsident und Parteikollege, Barack Obama, sich für die Ehe für Lesben und Schwule ausspricht, kämpft auch die ehemalige First Lady und ehemalige Außenministerin Hillary Rodham-Clinton für das Eherecht für gleichgeschlechtliche Paare.
So forderte sie im Dezember 2011 bei ihrer Rede vor dem UN-Menschenrechtsrat Lesben- und Schwulenrechte ein, weil dies Menschenrechte seien (thikoutsideyourbox.net berichtete). Im Juni 2012 richtete sie eine Videobotschaft an Lesben und Schwule (thinkoutsideyourbox.net berichtete) und schließlich im März 2013 bekundete auch sie, dass die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet werden solle.
Hillary Rodham-Clinton gilt derzeit als demokratische Favoritin für den US-Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016.
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