„Klänge des Verschweigens“ Filmvorführung am Sonntag, 17.4.2016, 10 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen

#1 von gerd , 16.04.2016 10:45

„Klänge des Verschweigens“
Filmvorführung am Sonntag, 17.4.2016, 10 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen
Der Potsdamer Filmemacher Prof. Klaus Stanjek hat einen berührenden Dokumentarfilm über seinen Onkel gedreht, der wegen Homosexualität in die NS-Konzentrationslager verschleppt wurde. Der „detektivische Musikfilm" rekonstruiert die Leidensgeschichte des Musikers Willi Heckmann, der von 1937 bis 1945 in Dachau und Mauthausen inhaftiert war. Darüber hinaus dokumentiert er das innerfamiliäre Verschweigen und Verdrängen der Verfolgung nach 1945. Der Film „Klänge des Verschweigens“ wird am 17. April 2016 um 10 Uhr im Besucherinformationszentrum der Gedenkstätte Sachsenhausen vorgeführt, im Anschluss findet ein Gespräch mit dem Regisseur statt. Bei der zentralen Gedenkfeier anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des KZ Sachsenhausen, die ebenfalls am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr stattfindet, wird Prof. Klaus Stanjek dann die Hauptrede halten.

Im Vorfeld der zentralen Gedenkfeier findet wieder das dezentrale Gedenken an die verfolgten Homosexuellen statt. Bei dieser Gedenkstunde, die um 14 Uhr am ehemaligen Block 14 stattfindet, wird Alexander Zinn, Mitglied im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, eine Rede halten. Musikalisch begleitet wird die Feier vom Chor „Männer-Minne“. Thema ist die Verfolgung Homosexueller aus der Jugendbewegung. So wurde im Februar 1936 mit Robert Oelbermann einer der bekanntesten Vertreter der Jugendbewegung verhaftet. Nach einer Haftstrafe nach § 175 wurde er 1938 nach Sachsenhausen deportiert. Die Verhaftung Oelbermanns, der den Nerother Wandervogel gegründet hatte und eine liberale Haltung zur Homosexualität einnahm, steht exemplarisch für das Bedrohungsszenario, mit dem die nationalsozialistische Verfolgungspolitik begründet wurde: Der Schutz der Jugend- und Männerbünde wie des nationalsozialistischen „Männerstaates“ vor einer angeblich drohenden Verführung zur Homosexualität.


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Quelle: LSVD Berlin-Brandenburg

 
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