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LSBTTIQ steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen
Bisexuell.net informiert über bisexuelle Lebensweisen und setzt sich ein für eine verbesserte Akzeptanz und Anerkennung bisexueller Lebensweisen durch die Gesellschaft. Bisexualität ist die Fähigkeit, eine sexuelle, emotionale und romantische
Hinziehung zu Menschen beiderlei Geschlechts zu erleben. Bisexuelle Lebensweisen können dabei aufgrund der Vielseitigkeit der bisexuellen Orientierung neben heterosexuellen und homosexuellen Beziehungen ebenfalls Beziehungen zwischen mehr als zwei Personen einschließen. Während die langjährige gesellschaftliche Diskriminierung von Schwulen und Lesben in den demokratischen Ländern immer mehr überwunden wird, haben Bisexuelle noch keine ausreichende gesellschaftliche Emanzipation erreicht. Bisexualität ist in der Gesellschaft noch wenig sichtbar und die klassische Zweier-Beziehung gilt nach wie vor als die einzig schützenswerte Liebesbeziehung. Doch der Kampf für die gesellschaftliche Anerkennung bisexueller Lebensweisen im Sinne einer pansexuellen Gesellschaft ist erforderlich, wenn die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung dauerhaft überwunden werden soll.
In einem Interview mit der Zeitschrift „Seventeen“ äußerte die US Sängerin Kesha, die 2009 mit ihrem Hit „Tik Tok“ weltberühmt wurde: „Ich liebe nicht nur Männer. Ich liebe Menschen. Es geht nicht um das Geschlecht“. Wichtig sei für sie bei einer Partnerschaft das Lebensgefühl, welches der Partner oder die Partnerin ausstrahle. Damit setzt Kesha ihr öffentliches "Outing" als bisexuelle Frau fort, welches sie 2010 in einem Interview mit dem Magazin "Out" begann. Sie befindet sich damit in Gesellschaft, u.a. von Lady Gaga, die ebenfalls 2009 über ihre Bisexualität berichtete.
Bisexualität ist derzeit in der Gesellschaft noch wenig sichtbar, so dass Themen der Emanzipation bisexueller Liebes- und Beziehungsmodelle in der öffentlichen Diskussion im Gegensatz zu Fragen der Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen kaum eine Rolle spielen. Umso wichtiger ist es, wenn Prominente offen über ihre Bisexualität sprechen, um so die dominierende Tendenz, über Bisexualität den Mantel des Schweigens zu hüllen, zu durchbrechen. Derzeit scheinen dies, so wie Lady Gaga und Kesha, eher Frauen zu tun, während prominente Männer kaum öffentlich zu ihrer bisexuellen Orientierung stehen. So ist die angebliche Liebesaffäre zwischen Mick Jagger und David Bowie mangels explizitem Bekenntnis hierzu bisher auch eher als ein Gerücht denn als eine Tatsache zu bewerten.
Die gesellschaftliche Anerkennung und Emanzipation bisexueller Beziehungsmodelle befindet sich tatsächlich noch so in den Anfängen, dass gegenwärtig allein bereits eine verstärkte Sichtbarkeit der bisexuellen Orientierung in der Gesellschaft als ein Erfolg zu bewerten ist.