17.08.2013 Münchner Community: Dreimal so viele Gegendemonstranten forderten "keine französischen Verhältnisse" in Deutschland

#1 von gerd , 17.08.2013 17:26

München: Französische Antihomosexuellen demonstrieren
Dreimal so viele Gegendemonstranten
München: Protest gegen Ehe-Öffnung ausgepfiffen
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Erfolg der Münchner Community: Dreimal so viele Gegendemonstranten forderten "keine französischen Verhältnisse" in Deutschland
Bild: MR

Auf dem Stachus wurden rund 60 Anhänger der französischen Anti-Homo-Bewegung "La Manif pour tous" von 150 Gegendemonstranten mit Trillerpfeifen empfangen. Ein Großaufgebot der Polizei trennte die Blöcke.

Der Versuch, der französischen Bewegung "La Manif pour tous", die Protestwelle gegen die Ehe-Öffnung auch nach Deutschland schwappen zu lassen, ist erneut gescheitert. Nur rund 60 Menschen folgten am Samstagmittag einem Aufruf zu einer "Kundgebung für die Ehe zwischen Mann und Frau" auf dem Münchner Karlsplatz, obwohl die rechtsextreme Tageszeitung "Junge Freiheit" dafür im Vorfeld mobilisiert hatte.

Die Demo auf dem Stachus sollte der krönende Abschluss einer Pilgerfahrt von rund 100 Gläubigen, Priestern und Ordensleute sein, die seit dem 5. August auf den Spuren des ehemaligen Papstes Benedikts XVI. durch Bayern wanderten.
Fortsetzung nach Anzeige

Münchens Lesben und Schwule waren da deutlich aktiver: Rund 150 Gegendemonstranten folgten einem kurzfristigen Facebook-Aufruf der CSD-Organisatoren vom Freitag, in dem es u.a. hieß: "Bringt alles mit: Pfeifen, Regenbogenflaggen, Vuvuzelas. Wir wollen in Deutschland keine französischen Verhältnisse!" Auch viele Vereine verbreiteten den Aufruf weiter und riefen ihre Mitglieder zur Teilnahme auf.

Tatsächlich waren am Samstagmittag die katholischen Eheöffnungs-Gegner, die Fahnen und Transparente mit sich führten, kaum zu verstehen. In Sprechchören riefen die homofreundlichen Gegendemonstranten immer wieder: "Haut ab, haut ab!". Ein Großaufgebot der Polizei trennte schließlich die beiden Blöcke und verhinderte durch ein besonnenes Auftreten Zusammenstöße. Während die Anhänger von "La Manif pour tous" als erstes vom Karlsplatz abzogen, begaben sich viele Gegendemonstranten zum schwulen Hans-Sachs-Straßenfest, um ihren "Sieg" zu feiern.

In Frankreich hatte "La Manif pour tous" mehrfach Großdemonstrationen mit Hunderttausenden Teilnehmern gegen die von der sozialistischen Regierung geplante und durchgesetzte Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare organisiert. Im Frühjahr hatte es auch zwei Protestaktionen von "La Manif pour tous" in Deutschland gegeben. Am 24. März demonstrierten Eheöffnungs-Gegner von Medien und Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt vor dem französischen Generalkonsulat in München, am 15. April schwenkten rund 15 Homo-Gegner Plakate und Fahnen auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof (queer.de berichtete). (cw)

Quelle: www.queer.de

 
gerd
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zuletzt bearbeitet 17.08.2013 | Top

   

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