
RUSSLAND: Gewinner widmet seine Medaille den LGBTs und Fussball-WM-Boss wettert über Gays
family image(14.08.13/dom) So nah liegen Support und grenzenlose Homophobie derzeit in Russland zusammen: Der amerikanische 800m-Läufer Nick Symmonds widmet seine Silber-Medaille den LGBTs in seiner Heimat, und gleichentags wettert der Chef des Organisationskomitees der FIFA-Fussballweltmeisterschaften 2018 in Moskau über Schwulen, Lesben und Transgender.
In Russland stehen einige sportliche Grossanlässe in den nächsten Jahren auf dem Programm: Den Auftakt macht die Leichtathletik-Weltmeisterschaft, welche derzeit in Moskau stattfindet. Danach geht es 2014 mit den Olympischen Winterspielen in Sotchi weiter, bevor 2018 die Fussball-Weltmeisterschaften angesagt sind.
An den Leichtathletik-Weltmeisterschaften, welche aktuell in Moskau stattfinden, gewann der US-Amerikaner Nick Symmonds die Silbermedaille, und er widmete sie seinen schwullesbischen Freunden in seiner Heimat. Dies erklärte der Athlet in einem Interview gleich nach seinem Sieg gegenüber der russischen "R-Sport". Egal ob schwul, hetero, schwarz, weiss, jeder hat die gleichen Rechte verdient. Wenn er etwas tun könne um dies zu verteidigen, oder weiterzubringen, dann werde er es machen, auch wenn es Gefängnis bedeutet, fügte er im Interview weiter hinzu. Er respektiere Russlands Fähigkeiten, seine Leute zu führen, er sei aber mit den Gesetzen nicht einverstanden, erklärte er zudem. Er habe Respekt für dieses Land, er sei aber mit den Regeln nicht einverstanden. Dies war der wohl erste Test dafür, wie der russische Staat darauf reagieren wird, wenn gegen das Anti-Gay-Propagandagesetz verstossen wird. Bis lang gab es aber noch keine Reaktion. Im schlimmsten Fall könnte er durch das geltende Recht verhaftet und nach der Zahlung einer Geldbusse des Landes verwiesen werden.
Nach dieser beeindruckenden Geste des Amerikaners meldete sich der russische Chef des Organisationskomitees für die FIFA-Fussballweltmeisterschaften 2018 in Russland zu Wort - und dies mit überaus schrägen Aussagen. Wenn man es erlaube, dass Schwule und Lesben offen an den Spielen teilnehmen, heisse das, dass nackte Menschen umher rennen, welche für ihre Homosexualität werben werden. Zudem schaffte er es tatsächlich, LGBTs in einem Satz mit Nazis zu nennen, indem er erklärte, dass sowohl die Olympischen Spiele, wie auch die Fussballweltmeisterschaften keine Bühne für andere Ansichten sei... nicht für Nazis und auch nicht für andere Lebensstile. Es solle um Fussball gehen und um nichts anderes. Die WM-Spiele 2018 werden unter anderem in Moskau, St. Petersburg und Sotchi stattfinden.
Quelle:
http://www.gay.ch/