Lesbisches Gedenken in der Diskussion 30. Juli 2017, 18.30h Schwules MUseum Berlin
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Aktuell 30. Juli 2017, 18.30h Lesbisches Gedenken in der Diskussion
Die sogenannte "Gedenkkugel" - das von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten bislang nicht genehmigte Gedenkzeichen für lesbische Frauen in Ravensbrück - kommt ins Schwule Museum*!
Seit den 1980er-Jahren haben lesbisch-feministische Initiativen gegen erhebliche Widerstände versucht, ihr Gedenken an lesbische Frauen in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, auf dem Gelände des größten ehemaligen nationalsozialistischen Frauenkonzentrationslagers, sichtbar zu machen. Zum wiederholten Mal hat nun die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten den Antrag der "Autonomen feministischen FrauenLesben aus Deutschland und Österreich" auf ein entsprechendes Gedenkzeichen vertagt. Die Initiative setzt sich seit Langem dafür ein, ein Gedenkzeichen - der Entwurf sieht eine Gedenkkugel vor - auf dem Gelände zu installieren. Vehementer Gegner dieser Initiative ist Alexander Zinn, Vertreter des LSVD Berlin-Brandenburg im Beirat der Stiftung mit der Begründung, dass ein solches Zeichen die "Legende einer Lesbenverfolgung" befördere und sich auf "zweifelhafte Einzelfälle" stützend "unseriös" sei.
In Kooperation mit der Gedenkkugel-Initiative wird das Schwule Museum* die bislang nicht genehmigte Gedenkkugel nun in seinen Ausstellungsräumen präsentieren. Wir protestieren damit ausdrücklich gegen die Entscheidung der Stiftung wie gegen die des LSVD, mit Alexander Zinn einen expliziten Gegner lesbischen Gedenkens in den Stiftungsrat zu entsenden.
Die Veranstaltung am 30. Juli ist eine Kooperation mit der Initiative "Autonome feministische FrauenLesben aus Deutschland und Österreich". Für die Initiative spricht Wiebke Haß.
Corinna Tomberger von der FU Berlin hält einen Vortrag über "Die Ordnung des Gedenkens. Soziale Ein- und Ausschlüsse in der Erinnerungskultur".
Im Anschluss Diskussion und Enthüllung der Gedenkkugel in den Räumen von Tapetenwechsel 2.1