Stonewall ist ein US-amerikanischer Historienfilm über die Geschichte des Aufstands in der New Yorker Christopher Street gegen die Polizei im Sommer 1969, bei dem sich erstmals eine größere Gruppe von Homosexuellen im Stonewall Inn der Verhaftung widersetzten. Der Film erzählt die Ereignisse aus der Sicht der fiktiven Figur Danny Winters. Regie führte der bekennend schwule Regisseur Roland Emmerich, das Drehbuch stammt von Jon Robin Baitz. Stonewall feierte am 18. September 2015 im Rahmen des 40. Toronto International Film Festivals seine Weltpremiere.[2] Der Film kam am 25. September 2015 in die US-Kinos und ist am 19. November 2015 in Deutschland gestartet.
HandlungDanny Winters wird am Abend des 27. Juni 1969 in Greenwich Village in Kämpfe verwickelt und verhaftet. Seine Eltern setzen ihn nach seiner Entlassung aus dem Polizeigewahrsam vor die Tür, und obwohl Danny alles verliert, was ihm lieb und teuer ist, flüchtet er nach New York, wo er sich ein befreites schwules Leben erhofft. Winters findet sich in den Wilden Siebzigern wieder, in welchen es von korrupten Polizisten und obdachlosen Jugendlichen nur so wimmelt. Ohne Geld und feste Bleibe freundet er sich mit einer Gruppe von Straßen-Kids an. Die machen ihn nicht nur mit Dragqueens, Schwulen und Lesben bekannt, sondern führen ihn auch in ihre Stammkneipe, das Stonewall Inn. Hier lernt Danny auch Ed Murphy kennen, den Besitzer des Clubs. Das Stonewall Inn wird von der Mafia betrieben und ist alles andere als ein sicherer Hafen. Als Danny und seine Freunde schließlich wiederholt von der Polizei diskriminiert, grausam schikaniert und belästigt werden, machen die Gäste des Clubs ihrem Ärger darüber Luft und werfen ein Fenster ein. Der Stein stößt ein Umdenken an und löst einen Aufruhr aus. Der Kampf für die Gleichberechtigung beginnt. Danny erlebt aber nicht nur den Stonewall-Aufstand mit, sondern auch 1970 den ersten offiziellen Gay-Pride-Marsch.
HintergrundDas Stonewall Inn im Oktober 1969
Mit Stonewall will Emmerich die Geschichte des 1969er Aufstands darstellen, um dieses denkwürdige Ereignis einer jüngeren Generation von Schwulen nahe zu bringen. Emmerich orientierte sich hierbei bildästhetisch an den Fotoaufnahmen, die es vom Aufstand in der Christopher Street gab.[4] Die Bedeutsamkeit der erzählten Geschichte sieht Emmerich darin, dass es damals in New York ein paar Menschen gab, die völlig verrückt wirkten, aber durch einen Aufstand die ganze Welt veränderten.
Die ersten gewalttätigen Auseinandersetzungen fanden in der Nacht vom 27. Juni zum 28. Juni 1969 statt, als Polizeibeamte eine Razzia im Stonewall Inn in der Christopher Street an der Ecke der 7th Avenue im Greenwich Village durchführten. Die Bar war bekannt für ihr homosexuelles und Transgender-Publikum.
Wegen der Darstellungen von Sex und Gewalt, dem gezeigten Konsum von Drogen und vulgärer Ausdrucksweisen wurde Stonewall R-geratet. Stonewall ist der erste Film mit internationaler Besetzung, der das Thema Homosexualität in die US-Kinos bringt, nachdem in den USA die höchstrichterliche Entscheidung zur Rechtmäßigkeit der gleichgeschlechtlichen Ehe fiel. Experten glauben daher an gute Chancen für Emmerich, bei den Oscar-Verleihungen berücksichtigt zu werden.
FilmdatenDeutscher Titel Stonewall
Originaltitel Stonewall
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 129[1] Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Roland Emmerich
Drehbuch Jon Robin Baitz
Produktion Roland Emmerich,
Michael Fossat,
Marc Frydman,
Carsten Lorenz
Musik Rob Simonsen
Kamera Markus Förderer
Schnitt Adam Wolfe
Besetzung
Jeremy Irvine: Danny Winters
Ron Perlman: Ed Murphy
Jonathan Rhys Meyers: Trevor
Joey King: Phoebe Winters
Caleb Landry Jones: Orphan Annie
Matt Craven: Seymour Pine
Atticus Mitchell: Matthew/Matt
Jonny Beauchamp: Ray Castro
David Cubitt: Coach Winters
Mark Camacho: Fat Tony
Joanne Vannicola: Sam
Karl Glusman: Joe Altman
Andrea Frankle: Joyce Winters
Kwasi Songui: Big Daddy
Otoja Abit: Marsha P. Johnson
Wilson Gonzalez Ochsenknecht: Hans Keller
Richard Jutras: Queen Tooey
Yan England: Terry
Quelle: wikipedia, die unabhängige Enzyklopädie