Schwule aufgemerkt: Behörden in L.A. empfehlen Gays dringend die Meningitis-Impfung

#1 von gerd , 05.05.2014 17:00

Behörden in L.A. empfehlen Gays dringend die Meningitis-Impfung

family image(04.04.14/dom) Bereits in mehreren Städten in den USA haben die Behörden schwule Männer zur Impfung gegen Meningitis aufgerufen, da sie in besonderem Masse von der Krankheit betroffen sind. Nun zieht auch Los Angeles nach, da es in West und North Hollywood zu einem Anstieg der Meningitis-Fälle unter MSM kam.

New York ergriff die Massnahme bereits im Jahr 2010, nach weiteren Städten zieht nun auch Los Angeles mit und fordert alle Männer, welche mit Männern Sex haben (MSM) auf, sich gegen Meningitis zu impfen. Das Los Angeles County Department of Public Health gibt dazu kostenlose Impfdosen ab. Die Behörden entschieden sich zu diesem Schritt nachdem alleine in diesem Jahr bereits bei vier Männern bakterielle Meningitis, welche äusserst leicht übertragbar ist, aufgetaucht ist.


Der Aufruf gilt für alle HIV-positiven MSM und alle MSM, egal welchen HIV-Status, welche regelmässig engen oder sexuellen Kontakt mit verschiedenen Männern haben, oder welche ihre Partner über Online-Plattformen oder Apps suchen, hinzu kommen auch jene, welche Zigaretten und Marihuana mit anderen teilen, oder welche illegale Drogen nutzen. Diese, so erklären die Behörden, sollen sich an ein Gesundheitszentrum wenden, damit sie dort gegen Meningitis geimpft werden können. Männer, welche dieser Risikogruppe angehören, aber welche keine Krankenversicherung haben, können sich kostenlos über das Gesundheitsdepartement impfen lassen.

Im Jahr 2010 kam es in New York innert kurzer Zeit zu sieben Todesfällen bei schwulen Männern, in Kalifornien waren es nochmals drei weitere Fälle. Aus diesem Grund hat die Stadt New York damals eine dringende Impfempfehlung für MSM-Männer abgegeben. Da es in diesem Jahr auch in West- und North Hollywood in Los Angeles zu einem Anstieg kam, wählten die Behörden ebenfalls diesen Schritt.

Bei Meningitis handelt es sich um eine Entzündung der Hüllen des Zentralen Nervensystems, also einer Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute. Sie kann durch Viren, Bakterien oder andere Mikroorganismen verursacht werden. Als Symptome treten unter anderem Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit auf, verbunden mit Fieber, Verwirrtheit und Bewusstseinsminderung, sowie Übelkeit und Überempfindlichkeit gegenüber Licht und lauten Geräuschen. Wenn die Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. kann sie tödlich enden, oder es kommt zu schweren Folgeschäden wie Epilepsie, Taubheit oder kognitive Beeinträchtigungen. Für bestimmte Erreger von Meningitis gibt es heute aber Impfungen, welche die Weiterverbreitung stoppen, aber welche die Krankheit nicht behandeln, wenn eine Person bereits infiziert ist.

Weitere Informationen über die Impfempfehlung in Los Angeles findest Du unter folgendem Link: http://www.cdc.gov/meningococcal

Quelle: www.gay.ch

 
gerd
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zuletzt bearbeitet 05.05.2014 | Top

   

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