Deutsche AIDS-Hilfe: Zahl der HIV-Neuinfektionen pro Jahr ist in Deutschland in den letzten Jahren stabil geblieben
FORUM GAY BRUNCH
ist ein Bürgerforum
Wir wollen keine Toleranz, sondern Akzeptanz für #Schwule, #Lesben, #Transmänner, #Transfrauen, #Regenbogenfamilien, #Intersexuellen und Heteros. Mach mit. Schreibe deine Meinung, stelle deine Fragen, Auch deine Fotos und Bilder sind willkommen Auch anonyme Beiträge werden gut behandelt: ANONYM! Diskutiere mit, schreib hier deine Meinung ins FORUM GAY BRUNCH. Facebook: https://www.facebook.com/FORUMGAYBRUNCH, twitter: https://twitter.com/gerdwolter, email: kontakt(ad)forumgaybrunch.de
LSBTTIQ steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen
HIV-Neudiagnosen und HIV-Neuinfektionen dürfen nicht verwechselt werden / Auch in Deutschland noch Lücken bei der Prävention. 26.11.2015
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen pro Jahr ist in Deutschland in den letzten Jahren stabil geblieben. Darauf weist die Deutsche AIDS-Hilfe anlässlich der heute vom ECDC veröffentlichten Zahlen hin.
Im Jahr 2014 infizierten sich nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) wie im Vorjahr rund 3.200 Menschen neu mit HIV. Die gestiegene Zahl der HIV-Neudiagnosen – erstmals diagnostizierte Fälle von HIV, bei denen die Übertragung des Virus schon Jahre zurückliegen kann – weist laut RKI nicht auf einen Anstieg bei den Neuinfektionen hin. Die Zahl der Neudiagnosen kann zum Beispiel von einem veränderten Testverhalten beeinflusst werden: Wenn sich mehr Menschen testen lassen, steigt sie. Das lässt keinen Rückschluss auf das aktuelle Infektionsgeschehen zu. Die Zahl der Neuinfektionen und der Neudiagnosen sind also nicht miteinander vergleichbar.
Alle Präventionsmöglichkeiten ausschöpfen
Die gleichbleibende Zahl von Neuinfektionen auf niedrigem Niveau in Deutschland ist ein Erfolg der Prävention unter Einbeziehung der am stärksten von HIV betroffenen Gruppen. Die Zahl könnte jedoch noch sinken, wenn alle Schutzmöglichkeiten ausgeschöpft würden. Dazu gehört auch die Möglichkeit der vorbeugenden Einnahme eines HIV-Medikaments (PrEP).
Wichtig: Keine besonders stark von HIV betroffene Gruppe darf von wirksamen Maßnahmen ausgeschlossen werden. Zurzeit gibt es zum Beispiel noch massive Defizite bei der Versorgung von Menschen in Haft (u.a. keine Spritzenvergabe) und in zehn Bundesländern keine Drogenkonsumräume.