SELMA - Film über Martin Luther King gegen Rassismus
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Geschichte wird gemacht oder Die Last der Doppelfunktion
Eine Welle an Liebe und Sympathie hat Selma in den USA ausgelöst. Zu Recht und verständlicherweise, denn Selma kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, wenn man die rassistischen Auswüchse der letzten Monate betrachtet. Man wird das Gefühl nicht los, dass Selma gleich zwei Funktionen erfüllen will und muss: ein biographisch-historisches Porträt des Dr. Martin Luther King (David Oyelowo) und eine Mahnung den Kampf um Gleichberechtigung weiter zu kämpfen. Und zwar gewaltlos.
Gerade aus Oslo zurückgekommen ist er, der große Martin Luther King. Dort hat man ihm den Friedensnobelpreis verliehen. Doch was bringt solch eine Auszeichnung, wenn täglich Menschen gelyncht werden und sterben? So wie die vier kleinen Mädchen in Selma, Alabama. Eine Bombe hat sie in den Tod gerissen. Trotz Aufhebung der Rassentrennung gehen die Schikanen, vor allem im Süden der USA weiter. Im gleichen Ort versucht eine Frau sich für die Wahlen registrieren zu lassen. Der Antrag ist ausgefüllt, doch er wird abgelehnt. Denn sie kann nicht die Namen aller 67 lokalen Richter auswendig aufsagen. Und sie ist schwarz. Und so begibt sich King mit seinem Stamm an engen Freunden und Helfern nach Alabama. Schon sichtlich müde von den jahrelangen Kämpfen, den Drohungen, dem zermürbenden Psychoterror gegen sich und seine Frau, beginnt King daran zu zweifeln, dass es ihm je gelingen kann die Gleichberechtigung durchzusetzen. Schon hier kommt die historische Doppelung ins Spiel. Denn dem Zuschauer ist bewusst, dass King einerseits viel erreicht hat, andererseits auch heutzutage noch Afroamerikaner in den USA Bürger zweiter Klasse sind, die auf offener Straße erschossen werden können, ohne dass die weißen Angreifer zur Verantwortung gezogen werden, wie in den Fällen von Michael Brown und Trayvon Martin.