Regenbogenfahnen bei Schwulen, Lesben, Transis, Inters. Was ist das?

#1 von Forum , 04.06.2013 15:11

Die Regenbogenfahne als Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung



Die Regenbogenfahne als ein internationales schwul-lesbisches Symbol



Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist die Regenbogenfahne ein internationales schwul-lesbisches Symbol.
Das Regenbogenbanner, das in der Lesben- und Schwulenbewegung verwendet wird, unterscheidet sich von der PACE-Fahne in drei Details:
Dieses Regenbogenbanner enthält nur sechs Farben.
Die Farbtöne sind in umgekehrter Richtung angeordnet, mit den Rottönen oben und den Blautönen unten.
Sie trägt keinen Schriftzug.
Neben dem rosa Winkel, den Schwule als Kennzeichnung in den nationalsozialistischen KZs tragen mussten, dem Red Ribbon, der roten Schleife, die als Solidaritätszeichen für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke dient und dem Lambda-Symbol, das vor allem in der DDR verbreitet war, ist die Regenbogenfahne ein weltweit etabliertes Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung.

Die Regenbogenfahne entwarf 1978 der amerikanische Künstler Gilbert Baker. Sie soll ein Symbol für lesbischen und schwulen Stolz darstellen, sowie gleichzeitig die Vielfalt dieser Lebensweise.



Beim Begräbnis der in Schwulenkreisen sehr beliebten Schauspielerin Judy Garland im Jahre 1969 trugen einige Schwule bereits Regenbogenfahnen. Diese waren eine Anspielung auf eines ihrer bekanntesten Lieder Over the Rainbow aus dem Film Der Zauberer von Oz (The Wizard of OZ), ein Lied über einen Ort, „an dem alles besser und gerechter ist“. Ob die Regenbogenfahne daraus hervorging, ist umstritten.
Im November 1978 wurde Harvey Milk, ein offen schwul lebendes Mitglied des Stadtrates von San Francisco, ermordet. Zu seinen Ehren und zum Zeichen der Solidarität, beschlossen die Organisatoren der Schwulenparade von 1979, Bakers Flagge bei dem Protest- und Trauermarsch als Symbol zu verwenden.
Die ursprüngliche Version der Fahne bestand aus acht Farbstreifen. Für die Massenproduktion und den Verkauf seiner „Gay Flag“, wandte sich Gilbert Baker an die in San Francisco ansässige Paramount Flag Company. Da das von Baker selbst gefärbte grelle Pink („Fuchsia“ oder „Hot Pink“) damals industriell nicht herstellbar war, musste sie auf sieben Streifen reduziert werden.
Als die Fahne im November 1979 am Protest- und Trauermarsch verwendet wurde, entfernte das Komitee den türkisfarbenen Streifen, um die Farben gleichmäßig entlang der Paraden-Route aufteilen zu können: Drei Farben auf jeder Straßenseite. Gleichzeitig wurde statt Indigoblau Königsblau verwendet.
(Fuchsia = „Sexualität“)
Rot = „Leben“
Orange = „Gesundheit“
Gelb = „Sonnenlicht“
Grün = „Natur“
(Türkis = „Kunst“)
Königsblau = „Harmonie“
Violett = „Geist“
Vereinzelt wird ein schwarzer Streifen hinzugefügt, er soll an die AIDS-Problematik erinnern.
Zunächst wurde die Regenbogenfahne „andersherum“, nämlich von Violett nach Rot abgebildet, um das Anderssein der Homosexuellen zusätzlich zu unterstreichen. Nachdem die Feministinnen Violett als „ihre Farbe“ kürten, wurde der Regenbogen gedreht, Rot stand ab sofort oben. Inzwischen gibt es Bestrebungen wieder die originale 8-streifige Fahne zu etablieren, da Fuchsia inzwischen gefertigt werden kann und kein Bereich ausgeschlossen werden soll. Zu diesem Zwecke wurde am 15. Juni 2004 die größte Regenbogenfahne der Welt (2 km x 5 m, 3 t) längs der Duval Street in Key West gespannt.
In Deutschland wurde die Regenbogenfahne erstmals 1996 an einem öffentlichen Gebäude gehisst. Auf Vorschlag des damaligen Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg SVD (heute LSVD) wurde die Fahne anlässlich des Lesbisch-schwulen Stadtfestes und des Christopher Street Days in Berlin an den Rathäusern von Schöneberg, Tiergarten und Kreuzberg gehisst. Dies zog den so genannten "Berliner Flaggenkrieg" nach sich, in dem der damalige Berliner Innensenator Jörg Schönbohm über mehrere Jahre hinweg erfolglos versuchte, die Fahnenhissungen in den Berliner Bezirken unter Verweis auf die Berliner Flaggenverordnung zu verhindern. Seit dem Amtsantritt von Klaus Wowereit als Regierender Bürgermeister 2001 werden die Regenbogenfahnen von diesem gemeinsam mit Vertretern des LSVD jährlich zum Christopher Street Day am Roten Rathaus gehisst. LSVD-Geschäftsführer Jörg Steinert spricht inzwischen von einer Berliner "Tradition". Während der Bauarbeiten am Roten Rathaus findet die zentrale Flaggenhissung mit Regierenden Bürgermeister, LSVD Berlin-Brandenburg und einer (jährlich wechselnden) prominenten Person am U-Bahnhof Nollendorfplatz statt.
Vom 1. bis zum 30. Juni 2001 hing am Wiener Donauturm anlässlich der Veranstaltungen um den Europride 2001 die bis dahin größte Regenbogenfahe Europas (60 m x 6 m), welche vom Verein Austrian Gay Professionals gespendet worden war. Die „Eröffnungsveranstaltung“ fand im Beisein von Gilbert Baker statt. Danach ging die Fahne in die nächste Europride-Stadt Köln

Textquelle: www.wikipedia.de
Foto: Archiv von www.forumgaybrunch.de

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 11.06.2013 | Top

   

CSD Stuttgart informiert am 3.06.2013: Veröffentlichung des Festival-Guides
Regenbogenparade 15.Juni 2013 in Wien. Motto: "United in Pride "

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