DAH- Information über die Die XIX. Internationale Aids-Konferenz in Washington
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Hinter uns liegen bewegte Zeiten in Washington. Die XIX. Internationale Aids-Konferenz hat zwar keine wesentlichen neuen Erkenntnisse gebracht, aber wichtige Signale gesetzt –weg vom Hype um die Prä-Expositionsprohylaxe und den Heimtest http://www.aidshilfe.de/de/glossary/1/letterh#term278, hin zu einer „kombinierten Prävention“ aus vielfältigen Maßnahmen, in deren Zentrum die Beratung einen wesentlichen Baustein darstellt. Hoffnungsschimmer gibt es auch im Hinblick auf eine mögliche Heilung, die allerdings nur genährt werden kann, wenn die internationalen Forschungszusammenhänge von allen Seiten unterstützt werden.
Wir haben in Washington eine lebhafte Community aus allen Ländern der Welt getroffen, die sich ihren Platz auf den Podien erkämpft und den 25.000 Teilnehmenden vor Augen geführt hat, in welchem Maße Repression und Ausgrenzung die HIV-Prävention behindern und das Leben für Menschen mit HIV einschränken. Es war deshalb ein bewegender Moment, als Françoise Barré-Sinoussi, die Mitentdeckerin des HI-Virus, auf der Abschlussveranstaltung in einem leidenschaftlichen Statement erklärte, ihr Nobelpreis gehöre allen Menschen, die sich seit 30 Jahren für Gerechtigkeit engagierten – Gerechtigkeit auch für Sexarbeiterinnen und Drogengebraucher/innen, die durch das Einreiseverbot von der Konferenz ausgeschlossen waren. Von einer Grundlagenforscherin hatten die meisten Zuhörenden eine so deutliche Positionierung nicht erwartet.
Für uns heißt es nun schon fast „Auf nach Wolfsburg!“, wo wir auf Europas größter Selbsthilfekonferenz am 23. bis 26. August eine ebenso streitbare, selbstbewusste Community vorzufinden hoffen. Nach seinen Gründen für die Teilnahme an den Positiven Begegnungen gefragt, sagt der junge Türke Aslan im dah@blog: „Mein Credo lautet ‚Allein bist du nichts, gemeinsam aber bist du stark’.“ Zeigen wir ihm, wie recht er damit hat!