Voll auf die Nüsse: Chuck Norris gegen homosexuelle Pfadfinder und -Führer
schreibt gayösterreich.at genüsslich, recht haben sie, es ist auch zu blöd, was manche Machos in ihrer homophoben Welt so von sich geben, gell, grossherzogin?

27 Jun 2012
Der alternde Schauspieler Chuck Norris wettert gegen die derzeit im Amerika stattfindende Diskussion, auch homosexuelle Pfadfinder und Pfadfinderführer aufzunehmen. Die Homo-Lobby der Obama Regierung habe der amerikanischen Pfadfinderorganisation BSA Vergünstigungen angeboten, wenn das Verbot falle, meint Norris.
Carlos Ray Norris jr. alias Chuck Norris ist mittlerweile 72 Jahre alt. Im Internet kursiert der Witz, dass er bereits vor 10 Jahren gestorben wäre, jedoch der Tod noch nicht getraut hat, es ihm zu sagen.
Nun hat sich der alternde Star jedoch wieder zu Wort gemeldet, und zwar in der Diskussion um die Aufhebung des (offiziellen) Verbots von homosexuellen Pfadfinder-Führern und -Führerinnen in den Vereinigten Staaten. Die amerikanischen Pfadfinder sind in der Vergangenheit immer wieder wegen des Ausschluss von Homosexuellen unter heftige Kritik geraten. "Wir glauben, dass homosexuelles Verhalten unvereinbar ist mit den Anforderungen bei den Pfadfindern, die moralisch gerade und sauber in Worten und Taten sein sollen. Weil wir dieser Überzeugung sind, werden die Boy Scouts of America niemals Homosexuelle als Mitglieder oder weder als ehrenamtliche noch als hauptberufliche Führer akzeptieren", heißt es beispielsweise im Position Statement der BSA aus dem Jahr 1991. Als im April dieses Jahres dann ein Pfadfinderführer von den Boy Scouts of America (BSA) wegen seiner Homosexualität entlassen wurde, hat dessen Mutter eine Internet-Petition gestartet, dieses über 100 Jahre alte 'Gesetz' endlich aufzuheben. Mehr als 300.000 Personen haben diese Petition zwischenzeitlich unterzeichnet.
James Turley, Vorstandsmitglied der BSA und gleichzeitig CEO der internationalen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei Ernst & Young, hat sich zwischenzeitlich schon positiv zu dem Vorschlag geäußert und die Abschaffung des 'nicht mehr zeitgemäßen Verbots' in Aussicht gestellt.
Das gefällt dem alternden Schauspieler überhaupt nicht: Auf einer für Waffenfreunde bekannten Webseite verfasste er einen Artikel, in dem er gegen die Aufhebung des 'seit mehr als 100 Jahren geltenden Verbots' wettert. Die Absicht des BSA-Vorstandes sei nur ein Versuch, die Gunst der Obama-Administration zu gewinnen, meint Norris. Er geht jedoch noch weiter: Die Homo-Lobby im Weißen Haus habe Turley diverse Vergünstigungen angeboten, wenn diese Bestimmung falle. Selbst Ernst & Young zieht Norris in den Schmutz, indem er einige für ihn merkwürdige Verbindungen zwischen dem Unternehmen und der Regierung Obama aufzählt. Das Sprichwort 'Eine Hand wäscht die andere (You scratch my back, and I'll scratch yours)' würde hier gelten, meint Norris.
Quelle:
www.gayoesterreich.atMein armer Chuck, der Held meiner (Fernsehserien)Jugend, was ist aus ihm geworden